Der Perkussionist Burkhard Beins entwickelt als Composer-Performer individuelle Spieltechniken unter Einbezug verschiedenster Klangobjekte, analoger Synthesizer und Live-Elektronik. Auf dieser Basis erarbeitete er zahlreiche Klanginstallationen, sowohl solistisch als auch gemeinsam etwa mit Künstler*innen wie Sven-Åke Johansson, John Tilbury oder Charlemagne Palestine. Burkhard Beins ist Mitglied diverser Ensembles, war Artist-In-Residence bei EMS Stockholm, den Muong Studios in Hoa Binh/Vietnam sowie der Robert Rauschenberg Foundation in Florida. Daneben haben ihn Auftritte und Tourneen zu internationalen Gastspielen und Festivals für experimentelle und Neue Musik in Europa, Amerika, Asien und Australien geführt. Er ist Mitherausgeber und Co-Autor des 2011 erschienenen Buches »Echtzeitmusik Berlin – Selbstbestimmung einer Szene«, sowie Kurator einer daran anschließenden CD-Kompilation.
www.burkhardbeins.de

Michael Vorfeld ist Musiker und bildender Künstler, spielt Perkussion und selbst entworfene Saiteninstrumente und realisiert elektroakustische Klangarbeiten in den Bereichen experimentelle und improvisierte Musik. Er entwickelt ortsbezogene Installationen und Performances mit Licht und Klang, und arbeitet mit Fotografie und Film. Michael Vorfeld ist Mitglied verschiedener Formationen und kooperiert mit Künstler*innen aus unterschiedlichen Bereichen. Neben Installationen und Ausstellungen im In- und Ausland führten ihn Konzerte und Performances u. a. nach Kassel, München, Brüssel, Prag, Chicago, Melbourne und Brisbane, Rio de Janeiro und Hanoi. Ortsspezifische Arbeiten entstanden etwa für Planetarien, den Wasserspeicher Prenzlauer-Berg, für ein Schwimmbad in Kopenhagen, die Grenzstation Nordhorn-Enschede, den Botanischen Garten in Metz und die ehemalige Kindl Brauerei Neukölln.
www.vorfeld.org

Der gebürtige Isländer Thorbjörn Björnsson studierte Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Er arbeitete als Darsteller in zahlreichen Produktionen mit dem Musiktheaterregisseur David Marton zusammen, u. a. an der Schaubühne Berlin, dem Dresdner Staatsschauspiel, dem Schauspiel Hannover, dem Schauspiel Stuttgart, der Volksbühne Berlin und den Münchner Kammerspielen sowie 2019 an der Opéra de Lyon. Gemeinsam mit Annika Stadler debütierte er 2014 als Regisseur, Theatermacher und Performer mit den Stücken »Das Verein« (Neuköllner Oper) und »Holzfæller« (Sophiensæle). Zusammen mit Julia Marx entwickelte Thorbjörn Björnsson 2018 das Musiktheaterstück »Replay« am Schlossplatztheater Köpenick sowie die Outdoor-Videoinstallation »Insider«. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Musiktheaterkollektiv HAUEN UND STECHEN, für deren Produktionen er u. a. an der Opera Stabile der Hamburgischen Staatsoper, in den Sophiensælen Berlin und an der Bayerischen Staatsoper zu sehen war.

Julia Marx studierte Literatur- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, der UNAM in Mexiko City und der Bogaziçi University in Istanbul. Mit der Regisseurin Julia Lwowski vom Musiktheaterkollektiv HAUEN UND STECHEN arbeitete sie mehrfach als Dramaturgin und Performerin zusammen, u. a. für »Die Fledermaus« an der Neuköllner Oper und die Opernperformance »Das letzte Loch, Vol. 3« in der Galerina Steiner. Gemeinsam mit Thorbjörn Björnsson entwickelte sie 2018 das Musiktheaterstück »Replay« am Schlossplatztheater Köpenick sowie die Outdoor-Videoinstallation »Insider« und schrieb für beide Produktionen die Texte. Die nächste Zusammenarbeit von Björnsson / Marx folgt im Herbst 2019 mit der Performance »Wer nichts macht, macht nichts falsch«.

Gianfranco Celestino und Annalisa Derossi stammen beide aus Turin, sind beide studierte Pianist*innen sowie professionelle Tänzer*innen und komponierten früh, zunächst unabhängig voneinander, solistische Stücke für Tanz und Flügel, bevor sie sich für ihr »Duo con Piano« (2014) zusammengefunden haben. Gianfranco Celestino absolvierte sein Musikstudium in Turin als Pianist am Conservatorio Giuseppe Verdi sowie sein Tanzstudium an der Folkwang Hochschule in Essen, in Venedig und Wien. Er tourte mit der Company Les Ballets C. de la B. und arbeitete u. a. mit Bernard Baumgarten und dem Arazzo Tanztheater Köln zusammen. Seit 2002 widmet er sich überwiegend der Choreografie. Annalisa Derossi studierte parallel in Turin und Paris und lebt seit 1991 in Berlin. Gastengagements führten sie an große Theaterhäuser wie die Volksbühne Berlin und das Burgtheater Wien. Bis 2012 verband sie eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Komponisten Ruedi Häusermann. Annalisa Derossi erarbeitet als Musikerin, Tänzerin, Choreografin und Komponistin hauptsächlich für interdisziplinäre Theaterprojekte, ortsspezifische Performances und szenische Konzertprogramme.
www.annalisaderossi.dance-germany.org

Das 2011 gegründete Berliner Ensemble DieOrdnungDerDinge hat sich der Gestaltung und Erprobung neuer Musiktheaterformate verschrieben. In seinen Projekten werden Kompositionen aus Klängen, Objekten, Licht und Bewegung zu Musik. Die Programme folgen einer szenischen Dramaturgie, bei der die Ensemblemitglieder nicht als Musikinterpreten im klassischen Sinn agieren, sondern als theatrale Figuren anhand musikalischer Formen und Regeln. Dabei ist der Name des Ensembles Programm: Auf spielerisch-lustvolle Weise werden Prinzipien und Strukturen, Ordnungen und Unordnungen untersucht. In Berlin arbeitete das Ensemble zuletzt u.a. im Haus der Kulturen der Welt (»Bestiarium«, 2018) und im Heimathafen Neukölln (»If You Know What I Mean«, 2017). In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandradio Kultur entwickelte es 2017 ein eigenes Radioformat. Seit 2014 hat sich eine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem PODIUM Festival Esslingen entwickelt. Daneben führten Gastspiele das Ensemble u.a. nach Zürich, Basel, Bern, Bilbao und Budapest.
www.dieordnungderdinge.com

Das Musiktheaterkollektiv Hauen und Stechen wurde 2012 von den Musiktheaterregisseurinnen Franziska Kronfoth und Julia Lwowski in Berlin gegründet, mit dem Ziel eines zeitgemäßen, grenz- und genreübergreifenden Musiktheaters. Im Zentrum der Arbeit steht die Auseinandersetzung mit den klassischen Werken der Opernliteratur und ihre Übersetzung in disparate Kunsträume und die polyphone, wilde Klangwelt eines Kollektivs. Das Ensemble spielte sowohl in etablierten Institutionen wie der Hamburgischen Staatsoper (»Orpheus«, 2016), der Bayerischen Staatsoper (»Zeig mir deine Wunder, 2018«) und der Deutschen Oper Berlin (»Aus dem Hinterhalt: Il viaggio a Reims«, 2018) sowie in freien Produktionshäusern wie den Sophiensaelen (»Fidelio – Ein deutscher Albtraum in vier Folgen«, 2017/2018), in der Neuköllner Oper, dem Ballhaus Ost sowie dem Münchener Schwere Reiter und der Schwankhalle Bremen. Das Kollektiv arbeitet häufig auch ortsspezifisch, wie etwa in der Neuköllner Grießmühle, dem Open Air-Gelände der Wilden Renate oder dem Haus der Künstlerfamilie Schoeck in Brunnen (Schweiz).
www.hauen-und-stechen.com

Johannes Kreidler studierte an der Musikhochschule Freiburg und am Konservatorium Den Haag Komposition, Elektronische Musik und Musiktheorie und lehrt Multimediale Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie ab 2019 Komposition und Theorie an der Hochschule für Musik Basel. Als Komponist, Konzept- und Medienkünstler arbeitet er stets an den Schnittstellen zwischen Komposition, Performance, Visueller Kunst und Videokunst sowie digitalen Präsentationsformen und im Feld des Musiktheaters, darunter etwa die Musiktheater-Performance »Audioguide« (2013/14) oder die 2018 an der Oper Halle entstandene Oper »Mein Staat als Freund und Geliebte«. Seine Arbeiten wurden u. a. bei den Donaueschinger Musiktagen, den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, der MaerzMusik Berlin, bei Ultraschall Berlin, der Biennale de Musique en Scène Lyon, Wien Modern, Ultima Oslo, Peripheryberry Reykjavík, dem Huddersfield Contemporary Music Festival sowie im Warschauer Herbst und dem Goethe-Institut Chicago gezeigt.
www.kreidler-net.de

PHØNIX16 ist ein 2012 in Berlin gegründetes Sängerkollektiv für zeitgenössische und experimentelle Vokalmusik, unter der künstlerischen Leitung von Timo Kreuser. Das Repertoire der zwölf Sänger*innen beinhaltet sowohl a capella-Werke für 1 bis 16 Stimmen, sowie solche in Erweiterung mit Elektronik, Instrumenten, Maschinen und bewegtem Bild. In enger Zusammenarbeit mit Komponist*innen und der stetigen Erorschung von Gesangstechniken hat das Kollektiv einen homogenen und zugleich flexiblen Gesamtklang entwickelt. PHØNIX16 kuratierte und produzierte u. a. in Berlin die zwei Konzertreihen »D.O.A. (dead on arrival)« sowie »POPPEN | ARBEITEN | ERSCHRECKEN | SHOPPEN«. Die Aufführungen der beiden Reihen gestalten sich als konzertante Raumsituationen, intermediale musikalische Verflechtungen und kritische Auseinandersetzung des Ensembles mit der gesellschaftlichen Gegenwart. Daneben verbindet sich PØNIX16 immer wieder mit anderen Gruppen wie etwa Poing, dem Ensemble Mosaik, dem Zafraan Ensemble, Kwartludium und S.A.F.T. für Projekte und Aufführungen im In- und Ausland.
www.phoenix16.de

MAM.manufaktur für aktuelle musik wurde 2010 von Stipendiaten der Internationalen Ensemble Modern Akademie gegründet, aus der Begeisterung für neue Spielformen heutiger Musik heraus. Neben der Pflege eines zeitgenössischen Repertoires fühlen sich die Musiker*innen vor allem alternativen und experimentellen Spielpraktiken an der Schnittstelle zwischen Performance, Improvisation und der Interpretation komponierter Musik verpflichtet. In seinen Konzerten kontrastiert das Ensemble regelmäßig Musiken unterschiedlicher Herkunft, Epochen und Disziplinen. Das Ensemble arbeitete bereits mit Komponist*innen wie Mark Andre, Hans-Joachim Hespos, Neo Hülcker, Jagoda Szmytka und Simon Steen-Andersen zusammen und tritt bei zahlreichen Festivals auf, u.a. den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik, dem AchtBrücken Festival in Köln, der Klangwerkstatt Berlin, dem klub katarakt festival Hamburg und dem ECLAT Festival neue Musik Stuttgart.
www.manufaktur-aktuelle-musik.de

Der deutsche Komponist chinesischer Herkunft Hang Su arbeitet im intermedialen Feld von zeitgenössischer Musik, Klang- und visueller Kunst. Er studierte an der Minzu Universität in Beijing und der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Hang Su war Stipendiat der Heinrich Böll Stiftung, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, des Künstlerhaus Lukas und ist Gründungsmitglied des Vereins forma Leipzig e.V. Während seine frühen Arbeiten auf einer phonetischen Analyse der chinesischen Sprache basierten, experimentiert er seit 2015 mit zeitgenössischen Spieltechniken auf der traditionellen chinesischen Zither Qin. Räumliche Partituren verbinden Improvisationsprozesse mit Raumklang-Bewegungen, Videoprojektionen werden als Teil einer Performance in musikalische Gesten übersetzt, Klang wird zu Notation und Bild. Hang Sus Werke wurden in Deutschland, Großbritannien und Österreich von Ensembles wie dem Trio Sostenuto, dem Ensemble Handwerk, Ensemble forma Leipzig, dem Ensemble MAM u. a. aufgeführt.
www.hangsu-composer.com

NOVOFLOT ist eine freie Opernkompanie in Berlin. Seit ihrer Gründung 2002 entwickelt die Gruppe unterschiedliche Projektformate mit dem Ziel, das Genre Oper hinsichtlich ihrer Produktionsprozesse und der daraus entstehenden zeitgenössischen Ästhetiken zu erforschen. Neben Kreneks »Glockenturm« und Traettas »Antigone« entstanden bisher u. a. die zehnteilige Opernsaga »Kommander Kobayashi«, die Trilogie »WAS WIR FÜHLEN«, »Das Weihnachtsoratorium« sowie die jeweils mehrteilgen Projektreihen »Der Sieg über die Sonne«, »Nationaloper«, »Die Bibel« und die »T-House-Tour«. Zusammenarbeiten erfolgten u.a. mit den Sophiensaelen, dem Radialsystem V, der Akademie der Künste Berlin, der Volksbühne Berlin, der Hamburgischen Staatsoper, dem Warschauer Herbst, dem Théâtre National du Luxembourg und dem Trafó Budapest. 2014 wurden NOVOFLOT mit dem George Tabori Preis ausgezeichnet.
www.novoflot.de

Opera Lab Berlin, 2013 vom Komponisten Evan Gardner und dem Regisseur Michael Höppner in Berlin gegründet, versteht sich als ein Labor für Stimme und Instrumentalspiel. In seinen Arbeiten sucht das Ensemble bestehend aus Regieteam, Musiker*innen und Sänger*innen die Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswirklichkeit. Für seine Musiktheaterreihe »Im Feld« brachte Opera Lab Berlin ab 2015 Komponist*innen und Regieteams zusammen, die gemeinsam mit dem Ensemble in jeweils ein- bis zweiwöchigen Probenphasen kleinere Produktionen realisierten. Daneben entwickelte das Ensemble zahlreiche Neuproduktionen bestehender Werke aus dem Bereich zeitgenössischer Musik und zeitgenössischen Musiktheaters, darunter u.a. Mauricio Kagels »Staatstheater« (2017), sowie eigene Uraufführungen wie »Gunfighter Nation« (2018) und »Lonely Hearts Bus Tour« (2019). Opera Lab Berlin kooperierte mit etablierten Musiktheaterinstitutionen wie der Münchener Biennale für Neues Musiktheater, der Deutschen Oper Berlin und der Staatsoper Berlin.
www.opera-lab-berlin.com

Das Ensemble Garage wurde 2009 von der Komponistin Brigitta Muntendorf und dem Komponisten Rodrigo Lopez Klingenfuss gegründet. Das zehnköpfige und sieben Nationen verbindende Ensemble Garage richtet seinen Fokus auf Werke junger Komponisten*innen und die gemeinsame Probenarbeit. Die Einbeziehung transmedialer Werke und musiktheatralischer Elemente sind dabei wesentliche Bestandteile seiner Arbeit. Zahlreiche Konzerte im In- und Ausland führten die Musiker*innen u. a. zum AchtBrücken Festival Köln, zu Ultraschall Berlin, dem Tonlagen Festival Hellerau, den Donaueschinger Musiktagen, in De Bijloke Gent, an die Eastman School of Rochester sowie zu den Darmstädter Ferienkursen. Seit 2013 veranstaltet das Ensemble mit der Reihe »Frau Musica (nova)« Konzerte zwischen Clubkultur, experimentellem Musiktheater, Performance und elektronischen Erweiterungen.
http://beta.ensemble-garage.de

Die deutsch-österreichische Komponistin Brigitta Muntendorf studierte Komposition in Bremen und Köln. Während ihres Studiums gründete sie das international aufgestellte Ensemble Garage. Mit ihrer Arbeit als Komponistin verfolgt sie die Vision einer Musik, die durch Transmedialität und vielschichte Kontextualisierung nicht nur auf sich selbst verweist, sondern gezielt Verweise zu anderen Kunst- und Ausdrucksformen sucht. Besondere Beachtung fand ihre Projektreihe »Public Privacy«, ihr Musiktheater »FIGO« für die Münchener Biennale für Neues Musiktheater (2016) und ihre Social Media Opera »iScreen, YouScream!« für das ECLAT Festival neue Musik Stuttgart (2017). Verschiedene Arbeitsstipendien prägten Brigitta Muntendorfs Schaffen, darunter die Cité Internationale des Arts Paris (2010), die Internationale Ensemble Modern Akademie (2012) und die Villa Kamogawa Kyoto (2017). Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, insbesondere den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung und 2017 den Deutschen Musikautorenpreis in der Sparte Nachwuchs.
www.brigitta-muntendorf.de

Sirje Aleksandra Viise ist eine estländisch-amerikansiche Vokalistin, Performerin und Künstlerin. Sie absolvierte ein Studium in Visueller Kunst und Musik in Indiana, New York, Boston und Berlin und ist spezialisiert auf erweiterte Gesangstechniken, zeitgenössische und experimentelle Musik, Performance und Skulptur. In ihren Soloprogrammen und Performances hinterfragt sie den Charakter weiblicher Performerinnen und die Rolle des/der Sänger*in in der heutigen Gesellschaft. Sirje Viise arbeitete mit Komponist*innen wie Vinko Globokar, Simon Steen-Andersen, Genoël von Lillienstern und Kirsten Reese sowie u.a. mit Nico and the Navigators, dem Ensemble Mosaik, dem Zafraan Ensemble und dem Figura Ensemble Kopenhagen. Ihre Arbeiten waren bereits in der Akademie der Künste Berlin, bei der MaerzMusik Berlin, der Documenta14 in Athen, dem Harbin Grand Theater in China, dem Teater Får302 in Kopenhagen, dem Théâtre de la Ville de Paris, in der Nationaloper Estonia, der Lettischen Nationaloper sowie der Carnegie Hall New York zu sehen.
www.sirjeviise.com

Club Gewalt ist ein Musiktheaterkollektiv aus Rotterdam bestehend aus sieben interisziplinär arbeitenden Performer*innen, die alle eine Ausbildung in verschiedenen Gesangsstilen genossen. Das Kollektiv hat sich einer kraftvollen, lauten Theatersprache verschrieben, die Oper und Unterhaltungsgenres miteinander verbindet. Musik und insbesondere Gesang sind dabei stets Träger von Inhalten und Narration. Club Gewalt sucht in seinen Arbeiten einen unverstellten Zugang zu Traditionen und ihren aktuellen Kontexten zu schaffen, hauptsächlich durch den Einsatz neuer Medien. Das Ensemble greift immer wieder Themen und Biografien der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts auf, etwa in ihrem Stück »YURI« über das Scheitern des holländischen Olympia-Athleten Yuri van Gelder, oder in »MAN ON WIRE«, einer intermedialen Musiktheater-Performance über den französischen Hochseilartisten Philippe Petit, und lässt sich dabei inspirieren von unterschiedlichsten Künstler*innen wie Monteverdi, Marcel Duchamp, David Bowie, Andy Kaufman oder South Park.
www.clubgewalt.nl

Die aus Amsterdam stammende Komponistin Huba de Graaff arbeitet seit rund 25 Jahren im Feld zeitgenössischen Musiktheaters. Sie studierte Violine, Sonologie und Komposition bei Louis Andriessen, Dick Raaymakers, Gilius van Bergeyk und Fredric Rzewski. In häufig interdisziplinären Arbeitszusammenhängen beschäftigt sie sich mit Verbindungen zwischen analogen und elektronischen Instrumenten, auch auf Basis der Entwicklung von eigener Software und Sound Systemen, sowie mit Technik und Ausdruck von Gesang, Stimme und Geräusch als Werkzeug für Sänger-Darsteller*innen. Ihre Oper »Apera« (2013) etwa basiert vollständig auf Aufnahmen von Affen, währned »Pornopera«(2014) ausschließlich auf Geräuschspektren des Stöhnens basiert. Zu ihren wichtigen Arbeiten zählt auch »The Naked Shit Songs« (2017), einer musiktheatralen Rekonstruktion eines Interviews mit Theo van Gogh und Gilbert & George.
www.hubadegraaff.com

Die Niederländerin Sanne van Rijn arbeitet als Regisseurin, Dramaturgin und Produzentin. Sie studierte klassisches Ballett und Fotografie sowie Kunstwissenschaften am Konservatorium in Den Haag. Als Regisseurin und Darstellerin arbeitete sie u. a. für Zuidelijk Toneel und NTGent; seither ist die freischaffend tätig. Sanne van Rijn hat sich auf Theaterformen spezialisiert, die außerhalb herkömmlicher Rahmensetzungen fungieren. Sie arbeitete u. a. mit Ensembles und Künstler*innen wie Forced Entertainment, Project Wildeman, Christoph Marthaler, Johan Simons und Huba de Graaf. Ihre Arbeiten wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.
www.sannevanrijn.nl

In ihren Arbeiten verbinden die vier Performer des niederländischen Musiktheater-Ensembles Project Wildeman Musik, gesprochenes Wort und Performance Art zu interaktiven, meist ortsspezifischen, improvisatorischen und bisweilen groteskten musiktheatralen Ereignissen. Rituale und Ritualhaftes gehen Hand in Hand mit zeitgenössischen Kunststilen und Aufführungspraktiken. Die Aufführungen der Performer sind stets auf eine große Nähe zum Publkium und die direkte Kommunikation mit ihm ausgerichtet, die Musik wird häufig live improvisiert auf praktisch unbegrenztem Instrumentarium. Neben Vorlagen des Musik- und Literaturkanon wie für »Salomé« (2012), »Woyzeck« (2014) und »Heart of Darkness« (2016) nehmen ihre Arbeiten Bezug auf gesellschaftliche und soziale Situationen in Abgleich zwischen moderner Lebenswelt und ihren archaischen Gegenbildern.
www.projectwildeman.nl

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ZMB – Zeitgenössisches Musiktheater Berlin